Ein wesentlicher Aspekt des Bildungsauftrages des Unterrichtsfaches Mathematik in den Klassen 5 bis 10 ist es, einen Beitrag zu einer zeitgemäßen Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler zu leisten. Darunter wird in erster Linie die Befähigung zur Bewältigung von Anforderungen aus der Lebenswelt verstanden. Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, muss bei der Schülerin oder dem Schüler auch das grundlegende Verständnis aufgebaut werden, dass die Mathematik ein Hilfsmittel ist, mit dem sich Sachprobleme aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen beschreiben, darstellen und lösen lassen. Diese Einstellung wird durch einen ständigen Bezug zu altersgemäßen Sachproblemen erreicht. Das Erlernen von elementaren Rechenoperationen sowie die Entwicklung inhaltlicher, anwendungsbezogener Vorstellungen von mathematischen Begriffen ist Voraussetzung, um ökonomisch arbeiten zu können.

Neben den allgemein bildendenden Aspekten, erfüllt der Mathematikunterricht in der Realschule einerseits die Zielsetzung der Abschlussqualifikation der Realschule, die den Eintritt in die berufliche Ausbildung in Berufe mit z.T. erhöhten theoretischen Anforderungen ermöglicht und andererseits, leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler auf den Übergang in eine weiter qualifizierende Schulform vorzubereiten.

Im gymnasialen Bildungsgang entwickelt der Mathematikunterricht schon frühzeitig die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, sie angemessen zu verbalisieren und abstraktere Darstellungsformen und Modelle der Mathematik zu benutzen. In der gymnasialen Oberstufe leistet der Mathematikunterricht darüber hinaus durch zunehmend wissenschaftspropädeutisches Arbeiten seinen Beitrag zur Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Abschließend soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass der Mathematikunterricht nicht  nur dazu dient, strukturiertes Wissen aufzubauen und Problemlösefähigkeiten auszubilden, er kann und soll auch Faszination für ästhetische Qualitäten, wie z.B. logische Stringenz, Ordnung und Symmetrie wecken.

Aktuelles aus dem Fachbereich Mathematik  findet sich im GHS-Blog.

Regelmäßige Teilnahme an Wettbewerben und außerschulischen Veranstaltungen

  • Känguruwettbewerb in Klasse 6
  • Mathematikwettbewerb Hessen in Klasse 8
  • Tag der Mathematik in der Q-Phase
  • Teilnahme an MINT-Vertiefungsveranstaltungen in der Sek. II

Taschenrechner

Ab Klasse 7 wird das Modell „FX-991DE plus“ bzw. „FX-991DE X“ von Casio im Unterricht verwendet.

Unsere Mathematiklehrkräfte

Claus Brand, Edwin Buttenmüller, Irmela DeBruijn, Jürgen Feick, Adrian Flinterhoff, Mirela Golic, Matthias Hammer, Kerstin Höch, Martin Holtorp, Ruth Kleske, Dr. Markus Knoth, Markus Kranz, Nunzia LaDelfa, Ilona Maaß, Dr. Peter-Paul Manzel, Nadine McGrath, Sebastian Meyer, Patrick Neuhaus , Olga Schirnow, Selma Temiz, Chris Thalheimer, Martin Theis, Manfred Wunderle, Ruben Zapf

Stundentafel und Übersicht der behandelten Themenfelder

Jahrgangs-stufe Stunden pro Woche Themenfelder
5 4 ·      Rechnen mit natürlichen und ganzen Zahlen

·      Grundformen und Grundbegriffe der Geometrie

6 4 ·      Teilbarkeit, Bruchzahlen und Dezimalbrüche

·      Winkel, Symmetrie

·      Berechnungen an ebenen Figuren und Körpern

7 4 ·      proportionale und antiproportionale Zuordnungen

·      Rechnen mit rationalen Zahlen

·      Prozent- und Zinsrechnung

·      Konstruktion ebener Figuren, Kongruenz

·      Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitsrechnung

8 4 ·      Lineare Gleichungen und Funktionen

·      Weiterführung der Prozent- und Zinsrechnung

·      Konstruktion von Figuren und Körpern

·      Berechnungen an Prismen

9 4 ·      Lineare Gleichungssysteme

·      Quadratwurzeln und reelle Zahlen

·      Quadratische Gleichungen und Funktionen

·      Satzgruppe des Pythagoras

·      Kreis und Kreiszylinder

10 4 ·      Potenz- und Wurzelfunktionen

·      Exponential- und Logarithmusfunktionen

·      Trigonometrie und trigonometrische Funktionen

·      Berechnungen an Pyramide, Kegel, Kugel

·      Mehrstufige Zufallsversuche

E-Phase 5 (1. Hj.)

4 (2. Hj.)

·      Funktionen und ihre Darstellung

·      Einführung und Anwendung des Ableitungsbegriffs

Q1 4 (GK)

5 (LK)

·      Einführung und Anwendung der Integralrechnung

·      Vertiefung der Differenzial- und Integralrechnung

Q2 4 (GK)

5 (LK)

·      Lineare Gleichungssysteme

·      Vektoren, Geraden und Ebenen im Raum

·      Matrizen (nur LK)

Q3 4 (GK)

5 (LK)

·      Grundlegende Begriffe der Stochastik

·      Berechnung von Wahrscheinlichkeiten

·      Wahrscheinlichkeitsverteilungen

·      Hypothesentests und Konfidenzintervalle bei binomialverteilten Zufallsgrößen

Q4 4 (GK)

5 (LK)

·      eines der Themen „Argumentieren und Beweisen“, „Problemlösen“ oder „Modellieren“

·      eines der Themen „Differenzialgleichungen“, „Numerische Optimierung“, „Kreis und Kugel“, „Komplexe Zahlen“ oder „weitere Wahrscheinlichkeitsverteilungen“

Bewertung der Leistungen im Fach Mathematik

Grundlagen

Bei der Leistungsbewertung von Schülerinnen und Schülern (SuS) sind die erbrachten Leistungen in den Beurteilungsbereichen „Schriftliche Arbeiten“ sowie „Mitarbeit und sonstige Leistungen im Unterricht“ zu berücksichtigen, wobei die Gewichtung in etwa 1/2 (schriftliche Arbeiten) und 1/2 (Mitarbeit und sonstige Leistungen im Unterricht) beträgt.

Schriftliche Arbeiten

Schriftliche Arbeiten dienen der schriftlichen Überprüfung von Lernergebnissen. In ihnen sollen die SuS die im Unterricht erworbenen Sachkenntnisse und Fähigkeiten nachweisen. In den Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I sollen pro Halbjahr zwei schriftliche Arbeiten geschrieben werden. Eine schriftliche Arbeit kann durch eine besondere sonstige Leistung (z.B. Referat oder sonstiges) ersetzt werden.

Die Aufgabenstellungen sollen ungefähr zu 25-30% dem Anforderungsbereich I (Reproduzieren), 60% dem Anforderungsbereich II (Reorganisation, Zusammenhänge herstellen) und zu etwa 10-15% dem Anforderungsbereich III (Verallgemeinern, Reflektieren und Bewerten) entsprechen.

Bei der Korrektur werden auch Teillösungen und Lösungsansätze hinreichend bei der Punktevergabe berücksichtigt.

Stellt ein/e Schüler/in fest, dass sein Lösungsweg oder seine Rechnung fehlerhaft ist, weil z.B. das Ergebnis nicht plausibel erscheint, und macht er/sie das durch einen geeigneten Kommentar deutlich, so ist dies bei der Bewertung positiv zu berücksichtigen.

Bei schriftlichen Arbeiten wird empfohlen, sich an die Notenverteilung der folgenden Tabelle zu halten, wobei zu berücksichtigen ist, dass Noten pädagogische und nicht mathematische Bewertungsinstrumente sind:

Note 1 2 3 4 5
Rohpunkte ab ca. 90% ab ca. 75% ab ca. 60% ab ca. 45% ab ca. 20%

Für die Oberstufe gilt der folgende Schlüssel (siehe OAVO Anlage 9a zu §9 Abs.12):

Noten-

punkte

(NP)

15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
Roh-punkte ab

96%

ab

91%

ab

86%

ab

81%

ab

76%

ab

71%

ab

66%

ab

61%

ab

56%

ab

51%

ab

46%

ab

41%

ab

34%

ab

27%

ab

20%

Mitarbeit und sonstige Leistungen im Unterricht

Im Unterricht gibt es für die SuS vielfältige Möglichkeiten zu zeigen, wie weit sie über fachliche Kompetenzen verfügen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen
  • Einbringen kreativer Ideen
  • Konstruktiver Umgang mit Fehlern
  • Finden von Beispielen oder Gegenbeispielen
  • Verständliches und präzises Darstellen und Erläutern von Lösungen
  • Verfügbarkeit mathematischen Grundwissens
  • Angemessenes Verwenden der Fachsprache
  • Regelmäßige Bearbeitung und Erläutern von Hausaufgaben
  • Sinnvoller Umgang mit technischen Hilfsmitteln (z.B. TR, Geodreieck)
  • Zielgerichtetes Beschaffen von Informationen (z.B. Schulbuch, Lexika, Umfragen, Internet)
  • Fehlerfreies Anwenden geübter Fertigkeiten
  • Sorgfältige Unterrichtsdokumentation (Heftführung, Hausaufgaben)
  • Präsentationen und Vorträge
  • Mitwirken bei Partner- und Gruppenarbeiten
  • kurze schriftliche oder mündliche Überprüfungen

Die Bewertung der Mitarbeit und der sonstigen Leistungen im Unterricht sollte in etwa widerspiegeln, wie jemand dazu beiträgt, dass das eigene Lernen und das der Lerngruppe gelingt. Zur Notenfindung kann das untere Raster als Grundlage dienen, wobei dabei die Notendefinition wie folgt festgelegt ist:

Notenbezeichnung Note, Sek I

(NP, Sek II)

Notendefinition
Sehr gut 1

(13-15)

Leistung entspricht in besonderem Maße den Anforderungen
Gut

 

2

(10-12)

Leistung entspricht voll den Anforderungen.
Befriedigend

 

3

(7-9)

Leistung entspricht im Allgemeinen den Anforderungen
Ausreichend 4

(4-6)

Die Leistung weist zwar Mängel auf, entspricht aber im Ganzen noch den Anforderungen
Mangelhaft 5

(1-3)

Leistung entspricht nicht den Anforderungen, aber notwendige Grundkenntnisse sind vorhanden, so dass Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können
Ungenügend 6

(0)

Leistung entspricht nicht den Anforderungen und selbst Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.