Die Klassen R10a und R10c haben sich an zwei Tagen, 21. und 22.2, in der Darmstädter Innenstadt auf Spurensuche der Brandnacht begeben. Nachdem im Vorfeld im Unterricht bereits die Dokumentation „Brandmale“ angesehen und Referate zum Bombenangriff auf Darmstadt und Griesheim gehalten wurden, konnten sich die Schülerinnen und Schüler bereits auf dem Weg nach Darmstadt ein Bild von der wechselvollen Aufgabe des Mozartturm, ehemals Richthofen-Turm, machen.

Startpunkt des von Herrn Rügner geführten Stadtrundgangs war die Bessunger Straße unterhalb des Prinz-Emil-Gartens. Hier konnten sich die Schüler ein Bild von der unterschiedlichen Bebauung vor und nach dem Krieg machen. Nach Abstechern zum Kapellplatz, dem dortigen Mahnmal, dem Niebergall-Brunnen am Justus-Liebig-Haus, der Stadtkirche und dem Marktplatz schloss sich ein Besuch im Altstadtmuseum im Hinkelsturm an der alten Stadtmauer an.

Der Vorsitzende des Betreibervereins „Freundeskreis Stadtmuseum Darmstadt e.V.“, Herr Prof. Martin, führte den Schülerinnen und Schülern dabei vor Augen, wie sich das Leben in der Darmstädter Altstadt vor dem Bombenangriff am 11. September 1944 gestaltete. Er zeigte dabei die Schwierigkeiten der alten Bebauung auf, konnte aber auch den gewissen Charme des alten Darmstadt vermitteln. Anhand von Modellen und des Hinkelsteins machte Prof. Martin die Ausmaße der Altstadt klar.

Einhellige Meinung bestand danach, dass Darmstadt wohl früher eine sehr viel schönere Stadt gewesen sein muss, nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges aber der schnelle Bau von Wohnraum nötig gewesen sei. Man werde nun mit anderen Augen durch die Stadt gehen, merkte eine Schülerin an.

verf. von Hr. Rügner

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