Unser Schulhof soll schönen werden! Mit diesem Schlachtruf initiierten vor dem Schuljahr 2013/14 sechs Schülerinnen und ein Schüler voller Tatendrang das Vorhaben „Gestaltung eines Schulbiotops“. Die Motivation der Schülerinnen und Schüler wurde insbesondere von dem Wunsch geprägt, an der Gestaltung des Lebensraums Schule teilzuhaben, doch die tiefe Verbundenheit zur Natur spielte wichtige Rolle. Damit war der Grundstein für diese Arbeitsgemeinschaft gelegt.
Zu Beginn des Schuljahres traf sich die AG zum ersten Mal. Der erste Schritt lag nun zunächst darin, das gemeinsame Ziel, das Anlegen eines naturnahen Schulbiotops als Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna, festzulegen. Ein solches Biotop bietet zum einen für die Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche Lernmöglichkeit, als auch vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Biologieunterricht. Da jeder Standort durch verschiedene Umweltfaktoren gekennzeichnet ist auszeichnet wurden mehrere Standorte des Schulgeländes in Hinsicht auf diese Faktoren (z.B.  Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffenheit usw.) untersucht. Hierbei kamen bodenkundliche  wie chemische Analyseverfahren zum Einsatz. Auf Grund dieser Ergebnisse wurde ein Standort hinter dem Neubau der Gerhart-Hauptmann-Schule ausgewählt, wo das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden soll. Das genaue Untersuchungsgebiet wurde daraufhin gemäht, vermessen und eine Karte des Standorts angelegt.
Nun ging es darum, die Ausgestaltung des Biotops an diesem Standort ins Auge zu fassen. Um Anregungen zu bekommen organisierten wir mehrere Exkursionen zu naheliegenden, aber auf Grund der Umwelteinflüsse, unterschiedlichen Standorten. Hierdurch wurde insbesondere die Vielfältigkeit der Natur sehr deutlich und die vielen Ideen, die bereits in den Köpfen der AG-Mitglieder existierten, verwoben sich langsam zu einem Ganzen. Somit konnten wir in die Planungsphase einsteigen. Dies erforderte eine zunehmende Recherchearbeit von den Schülerinnen und Schülern. Dennoch dauerte es nicht lange, bis ein gemeinsamer Gestaltungsplan feststand und die Planung weiterer Schritte möglich wurde.
Der Plan der AG beinhaltete die Installation zweier Teiche und eines kleinen Sumpfgebietes. Da keiner der Teilnehmer Erfahrungen mit dem Anlegen solcher Teiche mitbrachte, suchten die AG eine Expertin im Nahegelegenen Baumarkt auf und löcherten diese mit Fragen. Des Weiteren wurden verschiedene Materialien und Pflanzen, die angeschafft werden müssen, zusammengestellt, um eine Übersicht über die entstehenden Kosten zu bekommen, die freundlicherweise durch den Förderverein der Gerhart-Hauptmann-Schule übernommen werden. Den letzten Arbeitsschritt dieses Jahres bildete die Installation der Teichbecken. Zu diesem Zweck schufteten alle Teilnehmer gemeinsam zwei Nachmittage, um letztendlich drei Löcher zu graben, in die die Teiche eingelassen wurden.
Die weiteren Arbeitsschritte im kommenden Jahr bestehen in dem Anlegen eines Weges durch das Biotop, eines Zaunes und nicht zu vergessen das Bestücken mit vielfältigen, natürlich vorkommenden Pflanzen, die sich in den nächsten Jahren in dem Biotop verbreiten sollen. Aber nach einem Jahr wird die Biotop-AG sicher nicht am Ende ihrer Pläne angelangt sein. In Zukunft muss sich jemand um die Pflege des Biotops kümmern, aber auch neue Projekte sind möglich. Beispiele für solche neuen Projekte sind ein Schulgarten, eine Kräuterspirale oder die Wiederinstandsetzung älterer Grünbereiche des Schulgeländes. Es gibt immer was zu tun! Fortsetzung folgt….

(Verfasst von Matthias Hammer)

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